Montag, 15. November 2010

Von unbekannten Philosophen II

Ich habe mich wieder einmal im Chat aufgehalten, und das um 9.42 morgens. Nur um Arne zu nerven habe ich seine Nickpage besucht und folgenden GB-Entry gefunden:

Ihr Anlageberater empfiehlt für das schwierige Finanzjahr Jahr 2010:

Tätowieren Sie sich einen Euro auf Ihren Penis, denn nur so:
• genießen Sie das Auf und Ab Ihres Geldes
• sehen Sie, wie Ihr Geld wächst
• freut es Sie jedesmal, wenn Ihre Frau zum Geld greift
• entscheiden Sie selbst, wer Ihr Geld in die Hand nimmt
• entscheiden Sie selbst, WOHIN Ihr Geld gesteckt wird

Wir hoffen, Ihnen eine Hilfe gewesen zu sein!
Ihr Finanzberater
(gepostet von Ahörnchen, von einem unbekannten Philosophen)

Damit war der so beschissen begonnene Tag wieder gerettet. Das, was sich vorher zugetragen hat, war folgendes:
Meine Nacht war schrecklich, wenig und schlecht geschlafen, dann noch nüchtern zur Blutabnahme, um endlich das HLA-B27-Gen checken zu lassen. Nun ja, im Endeffekt bin ich mit einer zerschnittenen E-Card und einem verstochenen Arm wieder raus gekommen, ohne einen Tropfen Blut verloren zu haben -.- Das nenn ich mal einen Erfolg ^^

Dann bin ich gleich los und hab mir ein Frühstück besorgt. Nahrungsaufnahme soll bei Kopfschmerz ja ganz dienlich sein. Zu Hause gleich gegessen, Fenster auf, frische Luft!
Und jetzt ist so weit wieder alles OK. Vielleicht lege ich mich ja nochmal schlafen?

Dienstag, 12. Oktober 2010

Facebook Stories I

Ich hab mich heute stark amüsiert, wie manche auf einen Comment reagieren.
Eine Hauptschul-Kollegin aus der Parallel-Klasse hat mich angeschieben, ich möge bitte ihre Freundschaftsanfrage bestätigen.
Ich hatte sie neutral in Erinnerung. Na gut, dachte ich, wieso nicht?
Seit dem Monat, in dem ich sie als Freunin geaddet habe, hat sie ca. 50 Fotos von ihrer Katze gepostet. Das arme Tier heisst Coco... o.O
Nun ja, als ich dann geschrieben habe, dass ich die Miez schon kenne, und ob sie kein Leben hätte, ist die gleich aufgegangen wie Hefeteig im Backrohr.
Zum Glück hat sie sich selbst aus meiner Freundesliste entfernt - mit dem Vorwurf, ich hätte sie ja nicht adden müssen. Ähm... Bitte??

Nun ja. Sie hat mir noch ein schönes Leben gewunschen, was ich sicher haben werde. Ich brauch sie nicht dazu. Das hab ich mir allerdings verkniffen und ihr das gleiche gewunschen. Und so dumm, wie sie ist, ist sie jetzt bestimmt überzeugt davon, dass sie es mir verbal richtig gegeben hat.
Hach... Den Grinser muss man mir sicher irgendwann weg-operieren... XD

Freitag, 8. Oktober 2010

I know it's the last day on earth...

Ich bin nackt am Finger. Ich habe den Ring abgelegt. Obwohl ich mich masslos über ihn ärgere, bin ich gleichzeitig in Sorge um ihn. Scheinbar will er mich nicht mehr. Also werde ich gehen. Wer braucht mich schon hier? Ich kann nicht einmal die Biege machen, weil ich spontan nicht weiss, wohin ich soll.
Er redet nicht mit mir, statt dessen trinkt er sich einen an und lässt seine Wut und seine Sorgen an mir aus. Einmal will er mich, einmal nicht. Er regt sich auf, was ich für ein Trara um die Hochzeit mache. Nun, im Normalfall fängt man ja auch ein Jahr im Voraus zum Planen an. Er nicht. Er ist sich sicher, dass die Welt nur auf ihn wartet. Er ist sich nicht einmal sicher, ob er mich überhaupt noch heiraten will. Toll. Was will er dann?
Ich soll ihm klar sagen, was ich will. Gut, kanna haben: ich will, dass du dich entscheidest. Ich habe fast sechs Jahre mit dir verbracht und auf dich gewartet. Ich habe meinen Rhytmus nach dir gestellt. Und jetzt? Ich kann nicht immer "funktionieren". Kaum meine ich, es geht mir besser - und somit auch uns und der Beziehung - schaffst du es, in einer halben Stunde den Erfolg von Wochen zu ruinieren.

Vielleicht hatte dein ach so guter Freund doch recht: ich ruiniere dich. Ich mach dich kaputt. Und du zahlst es mit barer Münze zurück.

Mir ist es nicht egal, wie beschissen es dir geht mit der Bakk-Arbeit. Ich habe mir nur abgewöhnt, danach zu fragen. Wenn ich dich motiviere, ist es für die Katz, wenn ich dich nötige, ist es für die Katz, wenn ich mich aufrege sowieso - und helfen kann ich dir nun mal nicht. Und da dein Unmotiviert-sein und deinen patzigen Antworten zum Thema Bakk meine Laune nicht gerade heben, habe ich mir jeden Kommentar zum Thema einfach verhalten. Und du sagst: mir is es egal. Sehr feiner Zug von dir. Muss ich schon sagen. Ich kann mich wenigstens festlegen, denn ich weiss in etwa, was ich will oder nicht will. Und wenn du dich nicht entscheidest, nehm ich dir die Entscheidung einfach ab.
Langsam glaube ich nämlich, dass weder du noch sonst jemand oder gar die Welt mich braucht...

Ich habe die Wahl.

Und im Moment bin ich nicht sicher, ob ich mein Leben so will, wie es ist. Vielleicht sollte ich mir ne Frau nehmen anstelle eines Mannes. Vielleicht sind die Weibsbilder weniger kompliziert und launisch - und wenn, dann weiss ich wenigstens, dass sie ihre Tage hat.

Er? Ist ein egoist sondergleichen, nimmt das Letzte, füllt nicht nach, vergisst mich bei jeder Gelegenheit und wäre als Single wahrscheinlich leichter bedient. Vielleicht würde er auch mit einer anderen glücklicher werden als mit mir. Wenn er das möchte, bin ich die Letzte, die ihn daran hindern will, glücklich zu sein. Nur dass er mich oft unglücklich macht, ist ihm egal. Wo wir wieder beim Egoisten wären...
Ein Teufelskreis, aus dem wir wahrscheinlich beide nicht mehr herauskommen... Mal sehen, ob er sich endlich in irgendeine Richtung festlegen wird. Wie, ist mir egal, aber ich will endlich einmal wissen, wie es weitergehen soll...

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Nicht therapierbar - oder doch?

Ich war gestern bei meiner Chinesiologin. Laut ihr bin ich testbar, aber steh mir selbst im Weg. Toll. Nichts, was ich nicht schon gewusst hätte...
Dazu fällt mir nur dieses ein:

Wie wird man seinen Schatten los?
Wie sagt man seinem Schicksal nein?
Wie kriecht man aus der eignen Haut?
Wie kann man je ein andrer sein?
Wen soll man fragen,
wenn man sich selber nicht versteht?
Wie kann man frei sein,
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?
...
Wie wird man seinen Schatten los?
Wie lässt man alles hinter sich?
Wie jagt man sein Gewissen fort?
Wie flieht man vor dem eignen Ich?
Wie kann man flüchten,
wenn man sich selbst im Wege steht?
Wie kann man frei sein,
wenn man seinem eignen Schatten nie entgeht?

(Aus dem Musical Mozart - Wie wird man seinen Schatten los?)

Freitag, 1. Oktober 2010

Weihnachten kommt!

Ja, ich weiss. Ich bin früh dran. Aber da ich voriges Jahr ziemlich verschlafen habe, und dann mit dem vorweihnachtlilchen Stress leben musste - was mir garnicht gut bekam - habe ich heuer beschlossen, lieber wieder zu früh als zu spät damit anzufangen. Im Grunde steht ziemlich alles fest. Aber das alles zu verpacken wird auch noch ein eigenes Kapitel.
Hey, was guckt ihr mich so schräg an? Es ist Oktober. Und in 55 Tagen ist Weihnachten! Das Wetter sieht auch schon danach aus. Es riecht nach Schnee, es ist kalt, es dämmert früh und die Blätter fallen förmlich in Büscheln von den Ästen. Also bitte, erzählt mir nichts!
Vielleicht - da ich im Urlaub (ja, in Kos, bei 37 °C) schon Weihnachtslieder gesungen habe - kommt ja heuer mal wieder richtige Weihnachts-Stimmung auf?! Ich würd mich freuen darüber. Mal abwarten.
Und hoffen, dass sich die Winterschlaf-Phase durch anhaltende Müdigkeit bemerkbar macht. Das ist nämlich das Einzige, was mir zu meinem Glück fehlt: Schlaf!

Mittwoch, 29. September 2010

Heute Nacht...

...saß ich in einem dunklen Durchgang am kalten Steinboden. Meine Freunde, mit denen ich unterwegs war, schlenderten durch den angrenzenden Garten und begutachteten ein Wohnmobil, das dort abgestellt war. Ich beobachtete sie dabei, wie sie herumschlichen und amüsierte mich, mit welcher Hingabe sie alles genau unter die Lupe nahmen. Ich hob meinen Kopf zum schwarzen Himmel und genoss die kühle, klare Nachtluft. Nahezu kein Geräusch drang an mein Ohr, nur das Zirpen einer einsamen Grille.
Als ich so in den klaren Himmel starrte und mich an den Sternen ergötzte, verspürte ich plötzlich ein dringendes Verlangen. Ich kannte das Gefühl ja schon und sah auf meine zitternden Hände. Ehe ich mich versah, stand einer meiner Freunde hinter mir und stellte mich auf die Beine. Panik machte sich breit, und rund um mich begann ein Gewusel und Gedränge.
Ich wanderte wie in Trance zu meiner Tasche, holte eine Spritze mit klarer Flüssigkeit heraus und füllte sie in ein kleines Gefäß, in dem sich ein Pulver befand. Die Flüssigkeit färbte sich rot, und wenn ich das Gefäß schwenkte, wurde sie wieder klar. Ich rührte unmotiviert darin herum, bis sich alle Klümpchen aufgelöst hatten. Wieder das plötzliche, starke Zittern in den Händen. Ich brauchte das Zeug, und zwar dringend.
"Gib mir die Spritze", sagte ich und zog die Flüssigkeit auf. Ich achtete genau darauf, dass keine Luft in der Spritze blieb, dann zitterten mein Hände so stark, dass sie mir ein Freund wegnehmen musste, damit ich sie nicht fallen ließ. Sie setzten mich wieder auf den kalten Boden, den ich garnicht mehr spürte. Ich war einfach hingerissen von dem blutigen Rot, das in der Spritze schimmerte, und das bald mein sein würde. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass ich kein Blut drinken musste, um am Leben zu bleiben. Das Synthetik-Blut tat es auch, intravenös wirkte es sogar noch schneller als das mühselig aus dem Hals gesaugte.
Ich nahm meinem Freund die Spritze ab und setzte mir meinen Schuss. Das Zittern hörte schlagartig auf. Ich stand auf, ging ins Badezimmer und blickte in den Spiegel. Meine Haut war grau und ich hatte tiefe Augenringe. Doch die Farbe breitete sich von der Einstichstelle aus über meine Hände und Arme aus und ich wusste, dass ich bald wieder hübsch und rosig aussah. Ich drehte mich um.
Und dann bin ich aufgewacht -.-